Entlassung trotz Sieg: So kam es zu Tuchels Bruch mit PSG
Einen Tag nach dem 4:0-Triumph gegen Strassburg entlässt Paris Saint-Germain übereinstimmenden Medienberichten zufolge seinen Cheftrainer Thomas Tuchel. Das plötzliche Aus des deutschen Übungsleiter habe ihn selbst überrascht.
Nach zweieinhalb Jahren im Cheftrainer-Amt von Paris Saint-Germain muss Thomas Tuchel trotz der Finalteilnahme in der vergangenen Champions-League-Saison und zwei nationalen Meisterschaften gehen. Dass ihm die Entscheidung unmittelbar nach dem 4:0-Sieg gegen Racing Strassburg mitgeteilt wurde, habe ihn überrascht. Wie die «Bild» berichtet, gaben letztlich die Spannungen mit Sportdirektor Leonardo den Auslöser für diesen Beschluss.
Der brasilianische Funktionär wurde elf Monate nach Tuchels Antritt bei PSG installiert und hat dem Ex-BVB-Coach offenbar immer wieder reinpfuschen wollen. Leonardo, der zuvor auch bereits Trainer beim AC und Inter Mailand war, setzte bei Transferaktivitäten zudem vor allem auf seine italienischen Kontakte und bezog Tuchel kaum mit ein.
Dadurch hatte sich der Cheftrainer bereits in der vergangenen Transferperiode beschwert, als er harte Kritik vom Sportdirektor erhielt, nachdem er öffentlich Transfers gefordert hatte. «Die Aussage hat uns nicht gefallen. Dem Klub gefiel es nicht, und mir persönlich gefiel es auch nicht. (…) Wenn er bleiben möchte, muss er die Sportpolitik und die internen Regeln respektieren», sagte Leonardo damals.
Nun hat der Machtkampf ein Ende gefunden, bei dem Tuchel das Nachsehen hat. Sein Vertrag in Paris wäre ohnehin im kommenden Sommer ausgelaufen. Als Top-Nachfolger wird Mauricio Pochettino genannt.












