Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeness hat die Besetzung von Oliver Kahn als Vorstandsboss der Münchner als einen «grossen Fehler» bezeichnet. Der Betroffene ist überrascht über diese Aussage.

Getätigt hatte sie Hoeness in der TV-Sendung «BR24 Wahl – Der Sonntags-Stammtisch». Im März wurde die Zusammenarbeit zwischen Kahn und den Bayern trotz errungenem Meistertitel beendet. Kahn äussert sich in der «Bild» zur Hoeness-Attacke und sagt dazu: «Ehrlich gesagt bin ich verwundert darüber. Der FC Bayern und ich hatten im Sommer vereinbart, dass wir dieses Kapitel freundschaftlich schliessen wollen und ich auch in Zukunft gerne Teil der FC Bayern Familie bleibe. Dazu stehe ich weiterhin. Die aktuellen Äußerungen von Uli Hoeness tragen zu einem respektvollen miteinander nicht unbedingt bei.»

Nach Angaben der «Bild» kam es im Sommer zu einem Gespräch zwischen Kahn und Bayern-Präsident Herbert Hainer, wo eine Aussprache stattgefunden hat. Die Hoeness-Aussagen sorgen nun wieder für neue Unruhe.

Kahn sagt zu seinem Engagement als Bayern-Manager: «Ich habe in meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern immer mit bestem Wissen und Gewissen für den Verein gehandelt. Leider stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass es unterschiedliche Vorstellungen über die Entwicklung und die Strategie des Klubs gab. Letztendlich war es besser, dass jeder für sich seinen eigenen Weg weitergeht. Damit ist auch alles gesagt. Ich persönlich habe meinen Frieden mit dem Kapitel gemacht und blicke – weiterhin freundschaftlich mit dem Verein verbunden – optimistisch in die Zukunft.»

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