Jürgen Klopp beginnt im kommenden Jahr seine Tätigkeit als Head of Global Soccer im Klub-Imperium von Red Bull. Dass dieses Engagement insbesondere in seiner deutschen Heimat nicht gut ankommen wird, war dem 57-Jährigen von Anfang an klar.

Sein Berater Marc Kosicke spricht im «Hamburger Abendblatt»-Podcast «HSV – wir müssen reden» über die Sache. «Wir haben immer gewusst, es gibt einen Teil von Menschen, der dich dann nicht mehr mögen wird. Aber wie sagt er immer so schön: ‚Wenn du versuchst, es jeden Tag allen recht zu machen, wirst du auch jeden Tag scheitern.‘ Und er muss für sich den richtigen Job nach 25 Jahren an der Seitenlinie finden. Und da ist dieses etwas übergeordnete Arbeiten auf globaler Ebene in einem Sportumfeld, was so viele Möglichkeiten bietet, einfach auch noch mal spannend. Und deswegen haben wir dann entschieden, dass die Konsequenzen durchaus zu tragen sind», sagt der Klopp-Berater.

Kosicke betont, dass sein Mandant nie ein Kritiker von Red Bull war und dessen Weg deshalb nun auch durchaus konsequent sei: «Jürgen hat schon immer positiv über Red Bull-Fussball gesprochen, weil er einfach die Arbeit sehr schätzt, die dort geleistet wird und er ja auch in Liverpool einige Spieler aus Salzburg oder Leipzig, die in sein Spielsystem immer top gepasst haben, transferiert hat.»

Der Agent betont, dass Klopp tatsächlich erst im Januar beginnt. Aktuell sei er noch in keinerlei Entscheidung involviert. So auch nicht bei RB Leipzig, wo Trainer Marco Rose unter Druck steht. Als Trainer werde Klopp aktuell definitiv nicht tätig werden: «Jürgen hat im Moment überhaupt keine Lust, Trainer zu sein.» Dies gelte auch für eine allfällige Aufgabe als Nationaltrainer. Künftig sein der Job als Bundestrainer aber nicht gänzlich ausgeschlossen: «Das Leben ist ja dynamisch. Und wenn es dann dazu kommen sollte, wäre das sicherlich auch noch eine Facette, die ich nicht ablehnen würde.»

Mehr Dazu
Mehr entdecken