Gleich drei Kontinentalverbände attackieren Gianni Infantino in einem offenen Brief scharf und wollen den amtierenden FIFA-Präsidenten weiterhin mit sofortiger Wirkung stürzen.

Der Druck gegenüber dem 56-jährigen Walliser wird definitiv aufrechterhalten. UEFA (Europa), AFC (Asien) und CONCACAF (Nord- und Mittelamerika) werfen Infantino sogar Täuschung vor. In ihrem offenen Brief schreiben die drei Kontinentalverbände: «Führung im Fussball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu besitzen – oder zu fordern. Es ist eine Pflicht des Dienstes gegenüber der Fussballfamilie, die sie anvertraut. Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn ein Individuum sich über das Kollektiv stellt, das ihm die Autorität anvertraut hat, wird diese Pflicht aufgegeben.»

Der FIFA-Präsident wollte einen Teil der Vermarktungsrechte der FIFA-Wettbewerbe für Investoren öffnen. Nach heftigem Gegenwind hat er die Pläne rasch verworfen. Die Kritik an ihm ist aber gross. Im Brief heisst es weiter: «Es wurde nicht anerkannt, dass der Vorschlag an sich falsch war. Es wird weiterhin nicht anerkannt, dass der Versuch, einen Anteil an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein tiefgreifendes Fehlurteil war – nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber den Institutionen, denen die FIFA dienen soll.» Die drei Verbände fordern einen unabhängigen Kontrollausschuss, der die Ereignisse rund um den Investoren-Vorschlag von Infantino untersucht. Der Name des Schweizers wird im gesamten Brief indes nicht genannt.

Die FIFA versucht bislang Geschlossenheit zu demonstrieren und stellt sich hinter Infantino. Auch der südamerikanische (CONMEBOL) und der afrikanische (CAF) Verband stellen sich aktuell hinter den Präsidenten.

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