Wie steht es um die Bundesliga und ihre Zukunft?
Wer in den letzten Jahren die Bundesliga verfolgt hat, der wird sicher bemerkt haben, dass es ein wenig einseitig wurde, wenn es darum ging den Meister zu bestimmen. Auch wenn aktuell Dortmund eine gute Chance hat den Bayern den Meistertitel streitig zu machen, ist es doch nicht zu übersehen, dass die Bayern in den letzten 10 Jahren die Liga bestimmt haben. Selbst 5 der DFB-Pokalwettbewerbe ging in der letzten Dekade zugunsten der Bayern aus. Damit sind die Bayern aus München jetzt Rekordmeister und Rekordpokalsieger. Wenn man wirklich auf die Meisterschaft setzen wollen würde und ein wenig Nervenkitzel beim Setzen wünscht, dann muss man eher Live-Roulette spielen, denn hier sind die Ergebnisse mehr oder weniger zufällig. Wenn Sie trotzdem auf den Meister wetten wollen, da werden Sie entweder ein grosses Risiko eingehen oder mit Quoten von um 1,16 rechnen müssen für Bayern als Meister.
Wie hat sich die Bundesliga gewandelt?
Die Bundesliga hat eine lange Geschichte. Zu Beginn war der Fussball sehr regional organisiert und so gab es regionale Ligen. Ein Grund dafür war auch der Aufwand für Reisen quer durch das Land. So wurden vor der Gründung der Bundesliga regionale Meisterschaften ausgespielt deren Gewinner dann um die deutsche Meisterschaft spielten. Dieses System findet man heute noch in den Jugendmannschaften. Mit der Zeit hat sich das Transportwesen aber stark verändert. Das führte zuerst dazu, dass man die Bundesliga gründete und schliesslich auch dazu, dass Spieler immer mobiler wurden und so auch nicht mehr nur dort spielten, wo sie geboren waren. Der lokale Charakter des Fussballs verringerte sich und man blickte nach aussen und damit nach Europa. In den 90ern wanderten dann viele berühmte Fussballer nach Italien und es kamen auch immer mehr Ausländer in die Kader der deutschen Teams.
Marc Bosman und die Folgen
Besonders schwerwiegend veränderte sich der deutsche Fussball durch das Bosman-Urteil. Ein belgischer Fussballer er klagt sich das Recht überall in der EU zu spielen, da ja auch alle andere EU-Bürger in der ganzen EU arbeiten durften. So wurde die drei Ausländer-Regel umgangen und diese Regel galt ab dann nur noch für Nicht-EU-Ausländer. So wurden die Teams in der Bundesliga immer bunter und auch das Wegfallen der Ablösen bei auslaufenden Verträgen machte die Spieler noch mobiler. Ein Spieler der sein ganzes Leben bei einem Club spielt wurde zur Seltenheit.
Die Oligarchen steigen ein
Mit Beginn der 2000er Jahre kam noch ein weiterer wichtiger Faktor auf die Clubs in der Bundesliga hinzu. Durch dir Oligarchen aus Arabien und Russland, die ihr Geld in der EU parken wollten gab es immer mehr Sponsoren, die mit viel Geld ein Hobby suchten, das die Pferde und Konkubinen ersetzte, die mittlerweile langweilig geworden waren. Besonders in England wurden viele Clubs zum Spielzeug von reichen Scheichs und anderen Milliardären. In Deutschland gab es weniger solche Fälle und so blieb Bayern der vorherrschende Club. Die einzige Ausnahme macht bis heute der RB Leipzig, der 2009 gegründet wurde, da man beim DFB noch ein wenig darauf aufpasst, dass der Fussball nicht vollständig kommerzialisiert wurde. So musste der Geldgeber einen Club neu gründen und dann den Weg über die Oberliga hin zur Bundesliga wählen.
Erwartet uns ein amerikanisches System?
UEFA und DFB haben gewisse Schritte unternommen den Fussball verlässlicher für Investoren zu machen in dem sie es erschweren, dass Überraschungsmannschaften aufsteigen können oder in die Finals der europäischen Wettbewerbe gelangen können. So sorgt die Gruppenphase on der Championsleague dafür, dass immer die gleichen Teams am Ende der Saison im Finale stehen. So kann man den Werbekunden gewisse Umsätze garantieren. Das könnte über kurz oder lang dazu führen, dass die Namen der Clubs nur noch Hüllen sind, die wenig mit dem Ort zu tun haben in dem ihr Stadion steht.
Der globale Markt
Diese Entwicklung könnte sich negativ auf die Besucherzahlen im Stadion auswirken. Es bleibt nur die Frage ob das die Clubbetreiber noch scherrt, denn die meisten Zuschauer für die Championsleague haben heute noch nie das Stadion der Clubs besucht, die sie im Bezahlfernsehen verfolgen.
Die Prognose
Der deutsche Fussball muss einen Weg finden nicht seine Seele zu verlieren. In Zeiten, in denen selbst Nationalspieler schon fast von Nationalmannschaft zu Nationalmannschaft wandern können, ist das ein schweres Unterfangen.
Disclaimer: Gesponserter Artikel












