Der europäische Fussball steht vor einer bahnbrechenden Veränderung, denn zur Saison 2024/25 wird die UEFA-Champions League, der prestigeträchtigste Fussball-Wettbewerb in Europa, einer umfassenden Reform unterzogen. Entschieden wurde die Änderung bereits im April 2021, als zwölf Vereine eigenmächtig die bislang gescheiterte Super League gründen wollten. Die beschlossenen Veränderungen haben vor allem das Ziel, die Einnahmen zu steigern. Mit der Reform der UEFA-Champions League wird sich die Fussballlandschaft in Europa grundlegend verändern.

Bekannt ist die höchste Spielklasse im europäischen Fussball vor allem für die vielen Top-Teams und die hohe Leistungsdichte. Nahezu jedes Jahr gewinnt eine andere Mannschaft den begehrten Henkelpott. Das macht die UEFA-Champions League auch für Sportwetten besonders interessant. Hier locken Champions League Wetten mit lukrativen Quoten. In Zukunft soll der Wettbewerb noch einmal an Spannung gewinnen. Der neue Modus sorgt bereits ein Jahr vor in Krafttreten für Schlagzeilen.

Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der Wettbewerb entwickeln wird und welche Auswirkungen die neuen Regelungen auf die prestigeträchtigsten Spiele des Kontinents haben werden.

Der europäische Fussball vor der letzten „normalen“ CL-Saison

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 hat die UEFA-Champions League Millionen von Fussballfans weltweit vor die heimischen Bildschirme gelockt. Um dieses grosse Interesse aufrechtzuerhalten, hat die UEFA eine umfassende Reform beschlossen. Bisher wurde die UEFA-Champions League im Modus der Saison 2003/2004 ausgetragen, bei dem 32 Mannschaften in acht Gruppen zu je vier Teams gegeneinander antreten. Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale, das mit Hin- und Rückspielen ausgetragen wird. In den folgenden K.o.-Spielen kämpfen sich die Vereine dann bis zum grossen Finale vor.

Doch jetzt steht eine tiefgreifende Veränderung bevor. Die UEFA hat beschlossen, dass ab der Saison 2024/25 ein neuer Modus in der UEFA-Champions League eingeführt wird. Die bisherige Gruppenphase mit 32 Mannschaften wird abgeschafft und durch ein neues Format ersetzt. Im neuen Modus werden mehr Teams die Chance haben, in der UEFA-Champions League zu spielen. Dies wird zu einer intensiveren Saison mit mehr Spielen führen, was wiederum die Spannung und den globalen Reiz des Wettbewerbs steigern soll.

Die Reform der UEFA-Champions League markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des europäischen Fussballs. Die Fans können gespannt sein, wie der neue Modus die Dynamik der Spiele und die Konkurrenz unter den Teilnehmern beeinflussen wird.

So sieht der neue Modus der UEFA-Champions League aus

Es handelt sich bei den anstehenden Änderungen keineswegs um kleine Anpassungen, denn der gesamte Modus der bisherigen Gruppenphase wird vollständig ausgetauscht. Statt der bisherigen 32 Mannschaften werden nun 36 Teams an den Start gehen. Doch wer denkt, dass dies zu einer Aufstockung auf neun Gruppen à vier Teams führen wird, liegt falsch. Denn ab der Saison 2024/25 wird es nur noch eine einzige Gruppe geben.

So treten alle teilnehmenden Mannschaften in einer gemeinsamen Liga an. Jedes Team bestreitet in der Vorrunde acht Spiele gegen acht verschiedene Gegner, wobei vier Spiele zu Hause und vier auswärts ausgetragen werden. Die Gegner werden im Vorfeld aus vier Töpfen gelost, um für eine ausgewogene Verteilung zu sorgen. Nach Abschluss der Vorrunde qualifizieren sich die besten acht Teams der 36er-Liga direkt für das Achtelfinale. Die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis 24 werden in einer neu eingeführten Play-off-Runde, die mit Hin- und Rückspielen ausgetragen wird, um die verbleibenden acht Plätze im Achtelfinale kämpfen. Von dort geht es in der altbekannten K.o.-Phase bis ins Endspiel.

Gründe für die Revolution des CL-Modus

Die UEFA-Champions League gilt seit jeher als der lukrativste Fussball-Wettbewerb in Europa. Doch auch die Königsklasse stand zunehmend unter Druck – vor allem aufgrund der Pläne zur Gründung einer Super League mit den reichsten Vereinen aus der Serie A, La Liga und der Premier League. Die UEFA war daher gezwungen, einen Weg zu finden, die eigenen Einnahmen zu steigern. Ab der Saison 2024 werden durch den neuen Modus nun insgesamt 203 Spiele pro Spielzeit statt derzeit 125 ausgetragen. Durch die erhöhte Anzahl an Spielen und damit höheren Fernsehverträgen, einem gesteigerten Interesse von Sponsoren und erhöhten Ticketverkäufen entstehen zusätzliche Einnahmemöglichkeiten. Somit können sowohl die UEFA als auch die Klubs von den finanziellen Vorteilen profitieren.

Ein weiterer Grund für die Umgestaltung des Modus war die als gering empfundene Spannung am Ende der Gruppenphase. Nicht selten war bereits nach vier oder fünf Spieltagen ein Grossteil der Entscheidungen gefallen, wodurch die verbleibenden Spiele kaum noch sportliche Bedeutung und Spannung versprachen. Mit dem neuen Tabellenformat soll sich dies ändern, insbesondere durch die zusätzlichen Playoff-Spiele. Trotz der Wahrscheinlichkeit, dass die altbekannten Top-Teams aus Premier League, La Liga, Serie A und Bundesliga aufgrund der Setzlisten das Achtelfinale erreichen werden, streben die Verantwortlichen eine grössere sportliche Bedeutung für alle Vorrundenspiele an.

So verspricht die Reform vor allem mehr Spiele und damit verbunden mehr Geld für die UEFA und die Klubs. Künftig werden die Teilnehmer der UEFA-Champions League mindestens zwei Partien mehr bestreiten als bisher. Dies führt zu erhöhten Einnahmen aus Fernsehrechten, Ticketverkäufen und Sponsoring.

Nachteile des neuen CL-Modus: Kritik an der UEFA

Auf der anderen Seite wird die Belastung für die Spieler weiter zunehmen. Das entfacht natürlich grosse Kritik. Vor allem bei den Trainern und Spielern, die bereits vor Veröffentlichung der Pläne über die hohe Anzahl an Spielen klagten. Der zunehmend enge Spielplan und die zusätzliche Belastung für die Spieler sind ernstzunehmende Themen – auch für die deutsche Bundesliga. Auch für viele Fans scheint die erhöhte Anzahl der Spiele in der UEFA-Champions League ein Schritt in die falsche Richtung zu sein.
Darüber hinaus wurde die Auswahl der zusätzlichen vier Teams, die ab dem Jahr 2024 an der UEFA-Champions League teilnehmen werden, kritisiert. Ursprünglich plante die UEFA, eine Fünfjahreswertung der Vereine zu erstellen und die beiden besten nicht qualifizierten Klubs einzuladen. Nach erneuter Kritik hat die UEFA nun zwei Startplätze an die Länder vergeben, deren Teams in der letzten Europapokalsaison am besten abgeschnitten haben. Der verbleibende offene Platz geht an den Dritten der Liga auf dem fünften Platz im UEFA-Fünfjahresranking.

Darüber hinaus wird der sogenannte «Champions-Pfad» von vier auf fünf CL-Teilnehmer aufgestockt. Auf diesem Weg können sich Teams, die nicht direkt für die UEFA-Champions League qualifiziert sind, über Play-offs den Einzug in die Gruppenphase erspielen. Trotz der breiten Kritik hofft die UEFA, dass die Reform die Attraktivität und den sportlichen Wert der UEFA-Champions League weiter steigern wird, während gleichzeitig die finanziellen Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden.

Disclaimer: Gesponserter Artikel

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